Initiative "Bürger Für Dilldorf"

Deilbachtal  

Letzte Überarbeitung: Oktober 2014

     Mit dem Deilbachtal fing alles an - auch unsere Bürgerinitiative. Hier begann nämlich die  unendliche Geschichte der Dilldorfer Probleme.  

     Immer schon gab es Industrie im Deilbachtal; die aber hielt sich lange in Grenzen und gab vielen Dilldorfern und Kupferdrehern Arbeit. Die schnelle Entwicklung des Gewerbegebietes Süd aber hat alles verändert: Tag und Nacht rauscht der Schwerlastverkehr durch unser Dorf und beeinträchtigt das Leben der Bewohner erheblich. Bei der rasanten Entwicklung blieb aber nicht nur die Lebensqualität auf der Strecke, sondern auch die Infrastruktur: So bewegt sich der Schwerlastverkehr aus ganz Europa auf Zufahrtswegen, die dafür in keiner Weise geeignet sind. Verwaltung und politische Parteien sehen zu. Trotz ständiger Verschärfung der Problematik bieten sie keine Lösungsmöglichkeiten. 

     Dabei hätten es die Verantwortlichen schon vor Jahren in der Hand gehabt, das Problem für Gewerbe und Anwohner optimal zu lösen: durch eine direkte Anbindung des Gewerbegebietes an die Nierenhofer Straße. Stattdessen genehmigte man lieber dort den Bau eines Tennisplatzes und vertat damit die Chance einer zwar teuren, aber optimalen Zufahrt.  (Der Tennisplatz wird, nach internen Informationen, kaum noch genutzt).

     „Bürger für Dilldorf“ hat den Gedanken einer direkten Anbindung wieder aufgegriffen; er wurde aber von Politik und Verwaltung als zu teuer verworfen. Dass sich die ansässigen Firmen, die das Problem erst schufen, an den Kosten einer Zufahrt beteiligen, wird gar nicht erst angedacht - man mag der Industrie offenbar nicht wehtun.  

     Immerhin konnten wir einen Alternativplan ins Gespräch bringen, der zwar keine optimale Lösung bot, aber wenigstens ein halbwegs akzeptabler Kompromiss hätte sein können: Ausbau der Kreuzung Nierenhofer Straße / Eisenhammer Weg, Errichtung einer Ampelanlage an dieser Kreuzung, Ausbau des Eisenhammer Weges, Leitung des gewerblichen Verkehrs über diese neue Route.

     Somit wäre das Abbiegen von Schwerlastverkehr und Personenverkehr problemlos möglich. Ein Gespräch zu diesem Thema fand im Januar 1995 mit der Ratsfraktion der SPD – damals stellte sie die Mehrheit im Rat – zwar statt, brachte aber nichts ein. Allerdings tauchten irgendwann einmal im Etat der Stadt Essen 1,5 Mio. für den Ausbau der Kreuzung auf -  verschwanden dann aber wieder wie in einer Nacht- und Nebelaktion.  

     Sicherlich hat dieser Vorschlag einen Knackpunkt:  Die Anwohner des Eisenhammer Weges müssten einen Teil der Last (und Lastwagen) ertragen. Immerhin würde es dann aber weitaus weniger Anwohner und erheblich weniger Kinder und Senioren betreffen, was jedoch auch nicht unbedingt zufrieden stellt.  

     Verschlimmert hat sich für die Anwohner im Deilbachtal die Situation, seit die Lkws auch nachts fahren. Selbst an Sonn- und Feiertagen fahren die Transporter EDEKA/Rasting an, um zu entladen oder auf den nächsten Arbeitstag zu warten.  

     Es scheint, dass die Politiker an einer Lösung des Problems Deilbachtal nicht interessiert sind.  

     Um die Verkehrssituation im Deilbachtal etwas zu entschärfen, besteht dort seit Jahren „Tempo 30“. Mit geringem Erfolg allerdings: nur wenige FahrerInnen und nur wenige LKW-Lenker halten sich daran. Unter den Rasern sind jedoch leider auch Anwohner und andere Dilldorfer zu finden. Wer wirklich 30 fährt, wird riskant überholt, teilweise auch jenseits der Richtungspfeile und entlang der Verkehrsinseln auf der falschen Fahrbahnseite.  

     An der Straße Deilbachtal befinden sich nicht nur 2 Altenheime; es leben dort auch viele Familien mit Kindern, die durch die zunehmende Verkehrsgefährdung, durch Lärm und Abgase an Lebensqualität immer mehr einbüßen. Von einem sicheren Schulweg kann für die Kinder aus dem Deilbachtal  niemand sprechen. 

 Versuche, mit der EDEKA direkt über die schwierige Situation zu sprechen, sind leider gescheitert.

 Positiv verlief ein Gespräch mit der Kraftwerkerschule, die jedoch nur am Rande am Problem beteiligt ist. Hilfreich wäre es allerdings, wenn die Teilnehmer künftig über eine ampelgesteuerte Kreuzung auf die Nierenhofer Straße auffahren könnten und sich nicht mehr durch Dilldorf quälen müssten.  

 Fazit kann nur sein: Die einzig wirksame Lösung, die Menschen und Gewerbe dient, bleibt die direkte Zufahrt von der Nierenhofer Straße aus. Die aber ist inzwischen verbaut - EDEKA hat alle Lücken geschlossen.

 Nur eine Kompromisslösung wäre der Ausbau des Eisenhammer Weges einschließlich der Ampelanlage an der Nierenhofer Straße.   

 Überhaupt kein Weg ist die Erhaltung des Ist-Zustandes; dieser aber scheint nach dem Willen der Verantwortlichen erstrebenswert, weil billig: er geht lediglich auf Kosten der Menschen im Deilbachtal.

 

Wie das Projekt "Ampel Eisenhammerweg" entgültig scheiterte

 

Öffentliche Vorlage zur Beschlussfassung in der Bezirksvertretung: 

Gemäß Beschluss der Bezirksvertretung VIII wurde die Verwaltung aufgefordert, den Ausbau des Einmündungsbereiches Eisenhammerweg / Nierenhofer Straße umzusetzen, um den Schwerverkehr des Gewerbegebietes Deilbachtal über diese Einmündung an das überörtliche Straßennetz anzuschließen. Hierdurch sollte eine Entlastung der Dilldorfer Straße, die im westlichen Bereich des Deilbachtals anbindet und einen hohen Anteil an Wohnbebauung aufweist, erreicht werden.

Der Ausbau des Einmündungsbereiches wurde schon in der Entwurfphase des eigens hierfür aufgestellten Bebauungsplanes seitens des zuständigen Straßenbaulastträgers, dem heutigen Landesbetrieb Straßenbau, von der Verlegung der Zufahrt zum Sportplatz am Eisenhammer abhängig gemacht.

Gemäß den Festsetzungen des Bebauungsplanes liegt die zukünftige Zufahrt zu dem Sportplatz im Eisenhammerweg. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Anlage einer Zufahrt in diesem Bereich aufgrund der gegebenen Grundbesitzverhältnisse jedoch nicht möglich. Als Lösungsansatz zu diesem Problem hat das Tiefbauamt in der Sitzung der Bezirksvertretung VIII am 5. März 02 eine Verlegung der Zufahrt 10 m weiter südlich der festgesetzten Zufahrtslage vorgestellt. Für diese Abweichung von der Festsetzung des Bebauungsplanes ist eine Dispens zu erwirken, die im Wesentlichen von der Zustimmung des betroffenen Nachbarn abhängig ist. Die Verwaltung hat mit dem Betroffenen Kontakt aufgenommen. Der Sachverhalt wurde eingehend erläutert. Der Betroffene hat nach mehrwöchiger Bedenkzeit nunmehr seine Ablehnung zu dem Vorhaben schriftlich erklärt. 

Da weitere Alternativen zur Verlagerung der Zufahrt unter anderem wegen der geplanten Verlegung des Hockeyfeldes auf dem Sportplatz nicht möglich sind, kann seitens der Verwaltung zur Zeit keine Alternative zur Erschließung des Sportplatzes angeboten werden.

Weitere Mitteilung der Stadtverwaltung:

Der Ausbau der Kreuzung scheitert an der Zufahrt zum Sportplatz, die nicht verlegt werden kann. Deshalb kann des Auflagen des Landes, das bei der Errichtung einer Ampelanlage hier Abbiegespuren vorschreibt, nicht nachgekommen werden. Der Ausbau der Kreuzung muss also letztlich scheitern. 

Seitens der Stadtverwaltung wurde uns Anfang Mai 2003 signalisiert, dass keinerlei Pläne zu Veränderungen im Bereich Eisenhammerweg / Deilbachtal mehr verfolgt werden! Damit sind alle Versuche, die Verkehrssituation im Deilbachtal zu verbessern, gescheitert!

 

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