Initiative "Bürger Für Dilldorf"

Auf dieser Seite lesen Sie zu den Themen:

  • Deilbachhammer: Industriedenkmal zerfällt
  • Dilldorfer Kirche "St. Mariä Geburt"
  • Dolmen: Zeugnis aus der Jungsteinzeit ohne Beachtung
  • Gut gewappnet mit dem Dilldorfer Wappen?
  • Neubaugebiet Phönixhütte
  • Kurzinfo Bauplanung Kupferdreh

 

                 Letzte Überarbeitung:  Mai 2017

 

Deilbachhammer: Industriedenkmal zerfällt

Zu besonderen Gelegenheiten kann der Deilbachhammer im Deilbachtal besichtigt werden. Aber es bietet sich ein trauriger Anblick: die Anlage zerfällt zusehends, sowohl der Hammer selbst als auch die Außenanlagen sind in einem desolaten Zustand. Die Hochwässer des Deilbach haben ebenso ihre Spuren hinterlassen wie die mangelnde Pflege der Umgebung und der Leerstand des angrenzenden ehemaligen Arbeiterhauses. Der Deilbachhammer gilt als einer der letzten charakteristischen Wasserhämmer aus dem 19. Jahrhundert. Was hier zerfällt, verschwindet unwiederbringlich. Zwar ist der Deilbachhammer eine Außenanlage des Ruhrlandmuseums, jedoch fehlt das Geld, um dieses seltene Stück Industriegeschichte zu erhalten. Unverständlich, wie die Stadt Essen mit ihrer Vergangenheit und deren Zeugen umgeht! Infos und Bilder unter
http://www.ruhrmuseum.de/aussenstellen/kulturlandschaft-deilbachtal/

Am 2. Oktober 2007 meldet die NRZ, dass es schlecht steht um den Deilbachhammer und die ehemaligen Arbeiterhäuser, die zu der Anlage gehören und Bestandteil der Kulturlandschaft Deilbachtal sind. 1,3 Millionen Euro soll eine Sanierung kosten - schlechte Aussichten bei der Finanzlage, in der die Stadt Essen steckt. (Oktober 2007)

Nach langer Ruhe wird der Deilbachhammer im Juni 2009 wieder aktuell: 84.000 Euro stellt der Landschaftsverband Rheinland für die Sanierung zur Verfügung. Aber: Rund 1 Mill. Euro werden benötigt. Die Stadt Essen kann die Summe nicht aufbringen, und über mögliche Verfahrensweisen gibt es keine Einigkeit. Denkbar wären ein privater Investor oder eine Vermietung an einen passenden Gewerbebetrieb, Fördergelder aus Stiftungen, Umwandlung in ein Projekt, für das es Geld aus Brüssel gibt. Irgendetwas muss auf jeden Fall und bald geschehen, damit der Deilbachhammer seinen Status als Denkmal nicht verliert. (Juni 2009)

Berichte 2011 und Fotos dazu hier und auch hier.

Und immer das Neueste zum Thema hier in unserem Forum.

2013 wurde ein Konsortium gegründet, das sich mit der Rettung bzw. Erhaltung der Kulturlandschaft Deilbachtal befassen soll.

November 2015: Hier ein aktuelles Foto der Nebengebäude. Es sieht ziemlich hoffnungslos aus.

Mai 2016: Der Deilbachhammer scheint gerettet! Zuschüsse und Fördergelder vom Land und von Institutionen machen die Arbeiten zum Erhalt des Denkmals möglich. So sieht es jedenfalls gerade aus.

Oktober 2016: Herbstfest am Deilbachhammer, veranstaltet durch das "Konsortium Deilbachtal". Näheres dazu hier

 

 

  

Dilldorfer Kirche St. Mariä Geburt

Die Eisenwerke Phönix brachten soviele neue Arbeiter nach Dilldorf, dass die 1801 erbaute erste Kapelle nach 50 Jahren erweitert werden musste und dennoch bald wieder viel zu klein war. 1873 erteilten die Behörden die Genehmigung zu einem Neubau, obwohl erst 1877 durch ein Geschenk von Berta Lüttgenbruch vom gegenüberliegenden Hof ein Bauplatz zur Verfügung stand.
Den Auftrag zum Entwurf der neuen Kirche erhielt hier, wie kurz zuvor auch in Frintrop für die dortige St. Josefs-Kirche, der Franziskaner-Bruder Paschalis, der 1819 in Werden geborene Theodor Gratze, der 1852 auf einer Italien-Reise als Begleiter seines Ordensoberen, Pater Xaverius Kaufmann, entscheidende Einflüsse für seine in der Folge so außerordentlich umfangreiche Baumeistertätigkeit gewonnen hatte.
Der erste Spatenstich erfolgte noch im Oktober 1877. Zwei Jahre lang schafften die Bauleute, dann stand die neue Kirche - vorerst noch ohne Turm, aber schon mit dem Dachreiter auf der Vierung, zum Gottesdienst bereit. Die Konsekration durch Weihbischof Dr. Fischer, den späteren Kölner Kardinal, ließ wegen des Kulturkampfes achtzehn Jahre bis zum 13. September 1897 auf sich warten. Die Marienkirche aus Ruhrsandstein präsentierte sich an markanter Stelle, am Ende des Deilbachtales, unweit der Einmündung in das von Waldrücken gesäumte Ruhrtal, und zwar auf halber Höhe stolz wie eine Wachburg. Dem Verlauf der Höhenlinien entsprechend, ist sie nach Norden ausgerichtet. Mit ihren nur drei Langhausjochen wirkt die neugotische Halle zwischen eingezogenem Turm und Querschiff ewtas kurz und gedrungen. In der Tat hatte Dr. Paschalis eine Gewölbeeinheit mehr geplant, die aber wegen Nicht-Eingemeindung von Kupferdreh wegbleiben mußte. Das Chorhaus dagegen fiel sehr großzügig aus und stellt mit seinen leicht ausschwingenden sieben Teilen eines Zehnecks ein ungewöhnlich reiches, eigenständiges Zentralraumgebilde dar, wie man es sonst eher bei großen Kathedralkirchen einmal antrifft (vgl. 9/14 Chor des Aachener Münsters). Von besonderer baumeisterlicher Qualität ist auch die Art, wie Paschalis die Stützen als viereckige Pfeiler mit Halbrundvorlagen, wohlproportionierten Kapitellen und einfachsten Übergängen zum gurtgeteilten Kreuzrippengewölbe gestaltete, ganz anders als dies meist mit hohen, schlanken "nackten" Säulen geschah. Wir glauben, hier neuromanische Einflüsse zu erkennen, Formen und Einzelheiten, die der Architekt anderorts ähnlich sogar vermehrt einsetzte. Die ursprüngliche Art der inneren Bemalung unterstrich seine Absichten stärker als die heutige, dezent verhaltene Färbung. 1970-1972 gestaltete der Essener Architekt Rolf Grundmann die liturgischen Bereiche neu, nachdem zuvor mehrfach Bergschadensicherungen notwendig geworden waren.
 
(aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001)


 

Zeugnis aus der Jungsteinzeit in Dilldorf ist jetzt wieder sehenswert

Dicht neben dem neuen Kreisverkehr vor der Dilldorfer Höhe, am Beginn der Straße Hellersberg, findet man die schweren Gneisblöcke einer sog. "Steinkiste", manchmal auch als "Dolmen" bezeichnet. Dabei handelte es sich um ein Einzelgrab aus der Zeit um 2000 v.Chr. Gefunden wurde die Anlage 1937 bei Ausschachtungsarbeiten für die Kaserne, die dort einmal stand. Der Fund ist ein Beweis dafür, dass Dilldorf in der Jungsteinzeit bereits besiedelt war.

Leider hat man dieses Zeugnis unserer Frühgeschichte so versteckt, dass es kaum jemand wahrnimmt. Selbst viele Bewohner der Dilldorfer Höhe, gleich nebenan, hatten / haben keine Ahnung von diesem eingetragenen Bodendenkmal.

Da das Steingrab im letzten Jahr in einem traurigen Zustand war - verdreckt, zugewachsen, vermüllt, Tafel nicht mehr lesbar - haben wir einen Antrag an die Bezirksvertretung gestellt, das Denkmal zu pflegen, die Tafel zu erneuern und die "Steinkiste" auf die Wiese vor dem Bistro zu verlagern (irgendwo dort wurde sie mal gefunden).

Jetzt, im Mai 2017, war es soweit, zumindest für einen Teil unseres Antrages: Die Anlage wurde gesäubert, Büsche zurückgeschnitten, und es gibt jetzt eine Denkmaltafel der Kupferdreher Bürgerschaft.
Eine Verlegung des Denkmals, die auch in der BV wünschenswert schien, konnte leider nicht durchgesetzt werden.

Hier gibt es Fotos und hier noch mehr zum Nachlesen.(Mai 2017)

 

 

Gut gewappnet mit dem Dilldorfer Wappen? 

 Wohl nicht so richtig, weil es viele nicht verstehen. Ein Strichmännchen über dem biologischen Zeichen für "weiblich" - das ist der erste Eindruck, den die meisten Betrachter bei diesem Anblick haben. Falsch - Dank der Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Dilldorf wissen wir es jetzt besser:

Das Wappen entstand 1996 aus der Hand des Heraldikers Kurt Schweder, der auch die übrigen Essener Stadtteilwappen schuf. Auftraggeber war die Freiwillige Feuerwehr Dilldorf. In der oberen Hälfte des Wappens ist die Kirche als Mittelpunkt des Ortsteils symbolisiert. In der unteren Hälfte befindet sich das alchimistische Zeichen für Kupfer, was die enge Verbindung zu Kupferdreh andeutet.

Als etwas irreführend empfinden wir die Aufschrift "Essen-Dilldorf", da Dilldorf kein Essener Stadtteil ist, sondern zu Kupferdreh gehört.

Wir danken der FF Dilldorf für die Informationen! (August 2000)

(www.ffdilldorf.de)

    

 

Neubaugebiet Phönixhütte

"Wohnen am Wasser" - am Ende der Phönixhütte entstand 2012 - 2014 direkt am See ein Wohngebiet für gehobene Ansprüche. Das Gebiet gehört zu Kupferdreh, nicht zu Dilldorf. Aber: Es kann nur über Dilldorf erreicht werden, da die Planung keine Anbindung an Kupferdreh vorsah. Das verstärkt die Verkehrsprobleme in Dilldorf.

Näheres dazu in unserem Forum.

 

 

Kurzinfo Bauplanung Kupferdreh

Kanalbauarbeiten und Regenrückhaltebecken Langenberger Straße
4,5 Jahre sollen die Arbeiten zwischen Feuerwehr und Auffahrt A 44 dauern! Die Arbeiten sind aber erst mal aufgeschoben, bis die neue Kampmannbrücke fertig ist.

Aufständerung des neuen S-Bahnhofes: endlich fertig, August 2012

Probleme: Der Bau des Busbahnhofs und die Offenlegung des Deilbachs stehen in den Sternen!


Näheres hier zur Offenlegung und zum Busbahnhof, hier zu Kampmannbrücke. (März 2015)

 

Fertigstellung aller Maßnahmen: 2020....?

(Stand: Mai 2015. Änderungen - wie üblich - vorbehalten.)

 

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